NEUSTART FÜR DEN KÖRPER.
Fasten muss keine radikale Kur sein. Schon kleinere Essenspausen versetzen den Körper in einen Reparaturmodus – und lassen sich in den Alltag integrieren.
Das Fasten ist kein moderner Trend, sondern ein Zustand, den der menschliche Körper evolutionär kennt: Früher war Nahrung nicht ständig verfügbar und Hungerpausen deshalb normal. Wissenschaftler vermuten, dass sich unser Stoffwechsel daran angepasst hat und bestimmte Prozesse erst dann aktiviert, wenn wir eine Weile nichts essen. Einer dieser Mechanismen ist die Autophagie – vereinfacht gesagt, ein zellulärer Aufräum- und Recyclingprozess. Dabei baut der Körper fehlerhafte Proteine, beschädigte Zellbestandteile oder
Moleküle, die Entzündungsprozesse verstärken können, ab und verwertet sie weiter. Aus den so zurückgewonnenen Bausteinen können neue Strukturen entstehen, die Reparatur und Regeneration unterstützen.
NIEMAND sollte WOCHENLANG FASTEN.
Fasten sollte nicht radikal sein. Viele Fachleute empfehlen alltagstaugliche Formen, die keine Kur oder Klinik brauchen. Eine Möglichkeit ist ein Fastentag pro Woche, an dem die Kalorienzufuhr bewusst reduziert wird – etwa durch leichte Kost wie Brühe, Tee oder Gemüsegerichte. Der bekannte Biogerontologe Valter D. Longo rät, mehrmals pro Jahr eine fünftägige „Fasting Mimicking Diet“ zu machen: Am ersten Tag liegt die Kalorienzufuhr bei rund 1.100 Kalorien, an den folgenden Tagen bei jeweils um die 800 Kalorien. Damit wird der Körper ohne völligen Nahrungsverzicht in einen fastenähnlichen Zustand versetzt und die Reparatur- und Regenerationsmechanismen können aktiviert werden.
SCHON KLEINERE PAUSEN TUN GUT.
Intervallfasten wie die 16/8-Methode (acht Stunden am Tag essen und 16 Stunden fasten) wirkt bei Männern oft gut, kann bei Frauen jedoch den Hormonhaushalt negativ beeinflussen. Besser ist es, kürzere Pausen von 12 bis 13 Stunden zu machen und das auch nur an ausgewählten Tagen. Setzen Sie den Fokus auf bewusste Essenspausen und weniger Snacks, damit der Körper zwischendurch wirklich zur Ruhe kommt.
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