GEMEINSAM ONLINE: SO UNTERSTÜTZEN SIE IHR KIND.
Ob TikTok, YouTube oder Instagram – soziale Medien sind aus dem Alltag junger Menschen nicht mehr wegzudenken. Eltern können viel tun, damit ihre Kinder lernen, sich sicher, respektvoll und selbstbewusst online zu bewegen.
EIN VORBILD SEIN.
Eine Studie der Brigham Young University zeigt: Kinder entwickeln seltener problematische Mediengewohnheiten, wenn ihre Eltern lernen, sicher und bewusst mit digitalen Geräten umzugehen. Drei Jahre lang begleiteten Forschende 400 Familien und fanden heraus: Eltern, die klare Regeln setzen und sich ihrer Vorbildrolle im Umgang mit Medien bewusst sind, fördern ein gesundes Nutzungsverhalten der Kinder. Dazu gehören feste Bildschirmzeiten, medienfreie Zonen – etwa beim Essen oder vor dem Schlafengehen – und gemeinsame Gespräche über Inhalte aus dem Netz. Entscheidend ist dabei nicht Kontrolle, sondern Kompetenz und Vertrauen in die eigenen elterlichen Fähigkeiten.
POSITIVE EFFEKTE NUTZEN.
Statt Bildschirmzeit zu verbieten, können Eltern auch auf sinnvolle Nutzung setzen: Eine aktive, reflektierte Mediennutzung stärkt Selbstwirksamkeit, kritisches Denken und soziale Teilhabe von jungen Menschen, während rein passiver Konsum eher mit geringerer Zufriedenheit und höherem Stress einhergeht. Das kann heißen: Kinder gestalten eigene Inhalte, statt nur zu scrollen, tauschen sich mit anderen über Ideen aus, nutzen Apps zum Lernen, Musizieren oder Programmieren.
Medien verstehen.
„Wir müssen Kindern eine stabile Basis für das Leben im digitalen Zeitalter mitgeben“, fordert WHO-Regionaldirektor Dr. Hans Kluge. Denn nur wer versteht, wie soziale Medien funktionieren, kann bewusst mit ihnen umgehen. Wenn Jugendliche lernen, ihre Online-Welt mit ihrem echten Leben in Einklang zu bringen, schützt das ihre seelische Gesundheit und stärkt ihr Selbstvertrauen. Dazu gehört, dass sie lernen, Mechanismen von Likes, Followern und Werbung zu durchschauen und zu verstehen, dass Aufmerksamkeit in sozialen Netzwerken nicht gleich Anerkennung ist. Eltern können unterstützen, indem sie gemeinsam mit den Kindern Inhalte besprechen und etwa unrealistische Schönheitsideale durch Filter oder Bildbearbeitung erklären.
Der WHO-Bericht zeigt die Notwendigkeit für gesündere Online-Gewohnheiten unter Jugendlichen auf.
REGELN festlegen.
Viel Zeit in den sozialen Medien zu verbringen kann krank machen. Zu diesem Schluss kam ein internationales Forscherteam unter Leitung des Ulmer Psychologen Professor Christian Montag. Besonders gefährdet seien junge Heranwachsende. Die Forschenden empfehlen, dass Eltern mit ihren Kindern klare Nutzungszeiten festlegen – am besten schon vor dem ersten Gebrauch. Studien zufolge sollten Kinder im Grundschulalter höchstens eine Stunde täglich am Bildschirm verbringen, Jugendliche ab 13 Jahren maximal zwei Stunden. Auch während der Schulzeit sprechen sich die Wissenschaftler für verbindliche Regeln aus, die für Schüler und Lehrkräfte gelten sollen. Denn übermäßiger Konsum entstehe oft, weil solche Vorgaben fehlen. Für Montag und sein Team steht fest: „Kinder unter 13 Jahren haben in den sozialen Medien grundsätzlich nichts verloren.“
STEUERN STATT VERBIETEN.
Eltern können das erste Smartphone ihrer Kinder mit wenigen Einstellungen sicherer machen: Über „Bildschirmzeit“ (iPhone) oder „Family Link“ (Android) lassen sich Nutzungszeiten und Pausen festlegen. Altersfilter sorgen dafür, dass nur geeignete Inhalte sichtbar sind, und Käufe müssen von den Eltern freigegeben werden. Wichtig ist auch, Standort, Kamera und Mikrofon nur bei Bedarf zu aktivieren. Bei Social Media helfen Familien- und Jugendschutzmodi, den Einstieg altersgerecht zu gestalten. Diese Checkliste zeigt, ob Ihr Kind bereit für ein eigenes Smartphone ist.
Hier können Sie eine Checkliste zur Entscheidung „Smartphone – ja oder nein?“ downloaden.
BMW BKK Gesundheit digital lesen.
JA, ICH WILL ONLINE LESEN!
Egal, ob Sie der Umwelt Papier sparen wollen oder es gewohnt sind, online zu lesen – ab sofort können Sie die GESUNDHEIT überall online lesen und sind immer aktuell informiert.
Wie gefallen wir Ihnen?
Wir sind gespannt auf Ihr Feedback zu unserem Online-Magazin und freuen uns über alles: Anregungen, Kritik, Lob…
Bitte schreiben Sie uns an magazin@bmwbkk.de.
