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BEWUSSTER GENIESSEN.

Ob Feierabendbier oder Sektfrühstück – Alkohol ist in unserem Kulturkreis eine Selbstverständlichkeit. Wer bei solchen Anlässen bewusst „nur“ ein Gläschen trinkt oder eine alkoholfreie Alternative wählt, tut sich und seinem Körper etwas Gutes.

Autorin: Jutta Kautny // Foto: iStock

Jeder, der schon einmal ausgiebig gefeiert hat, kennt diesen leidigen Zustand am nächsten Morgen: Der Schädel brummt, Übelkeit und Schwindelgefühle stellen sich ein, die Nacht war kurz, der Schlaf weniger intensiv. Der Volksmund spricht von einem Kater, der in der Regel sechs bis acht Stunden nach dem Feiern beginnt, wenn der Blutalkoholspiegel sinkt. Der Körper braucht Zeit, bis er die Abbauprodukte des Alkohols weitestgehend verarbeitet hat.

AUF DIE MENGE KOMMT ES AN.

Neben den zeitlich begrenzten Auswirkungen eines Katers erhöht sich durch den Alkoholkonsum laut Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) das Risiko u.a. für Krebserkrankungen und Herz-Kreislauf-Krankheiten wie Bluthochdruck oder Lebererkrankungen. Wer kein Risiko eingehen möchte, sollte lieber ganz auf Alkohol verzichten oder zumindest darauf achten, nicht zu viel zu trinken. Weniger ist in jedem Fall besser für die Gesundheit. Laut der DGE gelten ein bis zwei kleine Gläser Wein (12 % vol.), ein bis zwei kleine Flaschen Bier (5 % vol.) oder zwei bis vier Gläschen Spirituosen à 0,02 l (38 % vol.) pro Woche als risikoarmer Konsum.

Experten sind sich weitgehend einig: Für die gesundheitlichen Auswirkungen ist vor allem die Gesamtmenge des konsumierten reinen Alkohols entscheidend – nicht ob Bier, Wein oder Whisky getrunken wird. Allerdings variiert der tatsächliche Alkoholkonsum je nach Getränk und Trinkmenge, sodass Getränke mit geringem Alkoholgehalt nicht automatisch genauso schädlich sind wie hochprozentige Spirituosen. Obwohl der Alkoholgenuss pro Kopf in den letzten zehn Jahren um knapp einen Liter zurückgegangen ist (lt. WHO), ist das „Gläschen“ nach wie vor gesellschaftsfähig.

Der Gesundheit zuliebe sollte es dabei bleiben, dann fühlt sich der Morgen danach auch sehr viel besser an. Experten empfehlen, Alkoholkonsum bewusst zu begrenzen und regelmäßige alkoholfreie Tage einzuhalten – mindestens jedoch ein bis zwei alkoholfreie Tage pro Woche. Alkoholfreier Sekt oder Bier sind derzeit im Trend und genauso angesagt wie Mocktails, die ohne Zusatz von Alkohol auskommen und köstlich schmecken.


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